Limitierende Glaubenssätze erkennen und auflösen

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Transformation
Lila Schmetterling für Transformation

Ich bin nicht gut genug. Geld ist schwer zu verdienen. Ich verdiene keine Liebe. Solche Überzeugungen laufen oft unbewusst im Hintergrund – und beeinflussen alles in unserem Leben: unsere Beziehungen, unsere Karriere, unsere Gesundheit, unser gesamtes Wohlbefinden.

Ob du glaubst, du kannst es, oder ob du glaubst, du kannst es nicht – du wirst recht behalten. – Henry Ford

Was sind Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind tief verankerte Überzeugungen über uns selbst, andere und die Welt. Die meisten haben wir in der Kindheit übernommen – von Eltern, Lehrern, der Gesellschaft. Sie wurden zu unserer Wahrheit, auch wenn sie uns nicht dienen.

Typische limitierende Glaubenssätze sind:

  • Über den Selbstwert: Ich bin nicht gut genug, ich bin nicht liebenswert
  • Über Geld: Geld verdirbt den Charakter, Reiche sind gierig
  • Über Beziehungen: Alle Männer/Frauen sind..., Liebe tut weh
  • Über Erfolg: Erfolg bedeutet Stress, ich darf nicht herausstechen
  • Über das Leben: Das Leben ist ein Kampf, man muss hart arbeiten

Wie Glaubenssätze uns beeinflussen

Unsere Überzeugungen wirken wie ein Filter: Wir nehmen nur wahr, was sie bestätigt. Wer glaubt Niemand mag mich, wird überall Ablehnung sehen – und unbewusst Verhaltensweisen zeigen, die genau das bewirken.

Das funktioniert so:

  • Glaubenssatz: Ich bin nicht liebenswert
  • Gefühl: Unsicherheit, Angst vor Ablehnung
  • Verhalten: Rückzug, Überanpassung oder Abweisung anderer
  • Resultat: Beziehungen scheitern oder fühlen sich oberflächlich an
  • Bestätigung: Siehst du, ich bin wirklich nicht liebenswert

Ein Teufelskreis, der sich selbst verstärkt.

So transformierst du limitierende Glaubenssätze

Schritt 1: Identifiziere deine Glaubenssätze

Achte auf wiederkehrende Muster in deinem Leben:

  • Wo steckst du fest?
  • Welche negativen Gedanken kommen immer wieder?
  • Was sagst du dir, wenn etwas schiefgeht?
  • Welche Sätze beginnen mit Ich bin... oder Ich kann nicht...?

Dahinter verbirgt sich oft ein limitierender Glaubenssatz.

Schritt 2: Hinterfrage die Überzeugung

Stelle dir diese kraftvollen Fragen:

  • Ist das wirklich wahr? Zu 100%?
  • Woher kommt dieser Glaube? Wer hat dir das gesagt?
  • Wessen Stimme höre ich da? Meine eigene oder die eines anderen?
  • Gibt es Gegenbeispiele? Situationen, wo es anders war?
  • Was würde sich ändern, wenn ich das nicht mehr glauben würde?

Schritt 3: Finde die positive Absicht

Jeder Glaubenssatz hatte einmal einen Sinn – vielleicht hat er dich als Kind beschützt. Ich muss perfekt sein sollte vielleicht sicherstellen, dass du geliebt wirst.

Danke dem Glaubenssatz für seinen Schutz und erkenne: Du brauchst ihn nicht mehr.

Schritt 4: Erschaffe einen neuen Glaubenssatz

Formuliere eine neue, stärkende Überzeugung:

  • Ich bin nicht gut genug wird zu Ich bin genug, genau so wie ich bin
  • Ich verdiene keine Liebe wird zu Ich bin von Natur aus liebenswert
  • Geld ist schlecht wird zu Geld ermöglicht mir Gutes zu tun

Sprich ihn täglich aus, bis er sich wahr anfühlt.

Schritt 5: Handle im Sinne des neuen Glaubens

Tue Dinge, die dein neuer Glaubenssatz unterstützt. Jede neue Erfahrung stärkt die neue Überzeugung. Sammle Beweise für deine neue Wahrheit.

Geduld mit dir selbst

Die Veränderung braucht Zeit und Geduld. Glaubenssätze, die über Jahre oder Jahrzehnte gewachsen sind, lösen sich nicht über Nacht. Aber Stück für Stück kannst du die Ketten alter Überzeugungen lösen und freier werden.

Du bist nicht deine Gedanken. Du bist der, der die Gedanken beobachtet. Und der kann entscheiden, welchen Gedanken er glaubt.

Wenn du Unterstützung bei der Transformation deiner Glaubenssätze möchtest, begleite ich dich gerne auf diesem befreienden Weg.

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